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Low-Tec

Am Samstag, den 16.02.2019 haben die Liberalen Frauen des Bezirksverbands Aachen und des Kreisverbandes Aachen-Land gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Lenzen, Sprecher für Arbeit, Soziales, Integration und Flüchtlinge, die Produktionsschule der low-tec in Eschweiler besucht.

Die Produktionsschule Eschweiler bietet für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, die Regelschule aus unterschiedlichsten Gründen (z. B. Mobbing) abgebrochen haben oder bereits straffällig geworden sind, die Möglichkeit, in den Berufsfeldern Maler und Lackierer, Holz, Hotel und Gastwirtschaft sowie Kreativwerkstatt Fuß zu fassen.

Zudem wird an allen vier Standorten (Aachen, Alsdorf, Eschweiler und Herzogenrath) die Möglichkeit geboten, den Hauptschulabschluss nach Klasse 9, 10, sowie den Realschulabschluss zu erlangen.

Zunächst bekamen die Besucher von Herr Omsels, dem stellvertretenden Standortleiter, und Frau Stevens in einer Einführungsrunde - mit Hilfe einer Präsentation - einen ersten Überblick über die Einrichtung. Das Projekt Produktionsschule wird gefördert durch das Jobcenter der StädteRegion Aachen in Kooperation mit den Bildungsträgern low-tec, dem Sozialwerk Aachener Christen, dem VABW, dem Nell-Breuning-Haus, dem Kolping-Bildungswerk, Picco-Bella und WABe. Erfahrungen können von den Jugendlichen in Eschweiler in drei Werkstätten und bei Praktika sowie auf dem freien Arbeitsmarkt gesammelt werden.

In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde konnte sich unser Landtagsabgeordneter Stefan Lenzen über die überwiegend gut funktionierende Kooperation mit den einzelnen Trägern und die wichtige Funktion der Einrichtung als Bindeglied zwischen den Jugendlichen und den potenziellen Arbeitgebern informieren. Hier werden Chancen genutzt.

Großes Interesse fand auch das Projekt KuBIG (Kultursensible Berufsgrundqualifizierung und Integration im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe), das vom ESF (europäischen Sozialfonds) gefördert wird und jungen Menschen ermöglicht in Pflegeberufen tätig zu werden. Der große Mangel an Pflegekräften stellt für unsere Gesellschaft eine enorme Herausforderung dar. Junge Menschen zwischen 18 und 35, die seit einem Jahr arbeitslos sind und über gute Deutschkenntnisse verfügen, können den Hauptschulabschluss nachholen und erste Qualifizierungen in der Pflege erwerben.

Im Anschluss wurde die Einrichtung mit ihren Werkstätten und der Küche besichtigt. In der Kreativwerkstatt werden Vogelhäuschen, Insektenhäuser und Bilder von den Jugendlichen hergestellt. Diese werden z.B. in Pop-up-Shops des Entwicklungscenters (EwC) zum Verkauf angeboten. Das EwC ist ein Förderzentrum des Jobcenters der StädteRegion Aachen, das ebenfalls von der low-tec umgesetzt wird. Die Einnahmen kommen der Einrichtung zu Gute. Besonders die Bilder stießen bei den Besuchern auf Begeisterung. Stefan Lenzen regte an, diese im Rathaus der Stadt Eschweiler auszustellen und somit Aufmerksamkeit für die Einrichtung zu wecken. Zudem schlug er vor die Nistkästen für die Insekten und Vögel an den nun bevorstehenden Frühlings- und Sommerfesten in der Innenstadt zu verkaufen. Dadurch kann sich die Einrichtung auch nochmal in der Öffentlichkeit präsentieren.

„Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und bietet Perspektiven. Damit ist sie der Schlüssel zu einem Leben ohne Abhängigkeit von Transferleistungen“, erklärte Stefan Lenzen anlässlich seines Besuchs in Eschweiler. „Die NRW-Koalition ist bestrebt, gerade Jugendliche mit mehreren Vermittlungshemmnissen besser in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Darüber hinaus wollen wir unsere Anstrengungen für besonders Benachteiligte noch weiter erhöhen. Mit mehr Teilzeitangeboten für Alleinerziehende und mehr modular aufgebauten Ausbildungen. So können auch Menschen einen Gesellenbrief erwerben, die für die Ausbildung mehr Zeit benötigen.“ Zum Abschluss konnten sich die Teilnehmer bei sonnigem Wetter noch den Garten der Produktionsschule ansehen, wo zahlreiche Gemüsesorten für die hauseigene Küche angebaut werden und dort von den Jugendlichen zu besonderen Gerichten verarbeitet werden.